Interview mit J. Vellguth

Diese Woche hatte ich die Ehre, ein Interview mit einem meiner grossen Vorbilder zu machen: Jacqueline „Jacky“ Vellguth, die im letzten Jahr 12 Bücher in 12 Monaten herausgegeben hat und sich so einen Namen als erfolgreiche Selfpublisherin gemacht hat. 🙂

Über die Autorin

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Jacqueline Vellguth wurde 1982 geboren und lebt mit ihrer Familie in Köln. Sie liebt es zu schreiben und zu lesen und besitzt seit bald 10 Jahren ihren eigenen Blog (www.schriftsteller-werden.de), auf dem sie Tipps und Tricks für angehende Schriftsteller gibt. Auf www.jvellguth.de kann man ausserdem alles über Jackys bisherige Veröffentlichungen und ihre aktuellen Projekte nachlesen.

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Monatsrückblick: April 2017

Schreibtechnisch ist diesen Monat mit dem Camp NaNoWriMo einiges gelaufen – lesetechnisch leider nicht so ganz. Alles in allem war es dennoch ein recht erfolgreicher und durchaus produktiver Monat. 🙂

Geschrieben

Insgesamt habe ich im April 45’954 Wörter geschrieben, davon 40’834 fürs Camp NaNoWriMo (von angestrebten 40’000) und dem ersten Entwurf von „City of Superheroes“. Nachdem ich den Februar und März fast ausschliesslich mit Überarbeiten verbracht habe, war es eine angenehme Abwechslung, sich wieder mal nur aufs Schreiben konzentrieren zu können. Dennoch werde ich „City of Superheroes“ für die nächste Zeit etwas liegen lassen, da ich erst einmal die Überarbeitung von „Maret Morti“ fortsetzen möchte, um die Korrektur bis zum ersten Coverentwurf abgeschlossen zu haben.

An dieser Stelle ein Zitat aus der aktuellen Überarbeitungsrunde:

Der Gesetz der Hüter

Mein Schreibziel für den Monat Mai sind 30’000 Wörter, was – trotz Lernstress und Uni – eigentlich gut schaffbar sein sollte. Aber mal sehen. 😉

Gelesen

This New World – Laura Newman

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Mein erster Roman von Laura Newman und der wirklich gelungene Auftakt ihrer „New World“ Diologie. Ich freue mich jetzt schon auf den zweiten Band. 🙂

The darkest part of the forest – Holly Black

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Ein Buch, das erfrischend anders ist und mit seinen Ideen und den vielschichtigen Charakteren überzeugen konnte. Absolute Leseempfehlung!

 

Camp NaNoWriMo: Woche 4

Wieder eine Woche um und das Camp NaNo neigt sich schon bald dem Ende zu. Hier der neuste Teil von Tinkas Fragen:

Wie bist du bisher vorangekommen? Liegst du noch im Zeitplan?

Obwohl ich eigentlich noch gut im Zeitplan liege, waren die letzten paar Tage echt zäh. Ich habe oft gar nicht geschrieben (obwohl ich eigentlich mehr als genug Zeit gehabt hätte dafür) und wenn, dann nur sehr wenig. Heute habe ich schon frühmorgens mit dem Schreiben begonnen und ich hoffe, dass ich somit über den Tag verteilt ein paar Worte hinkriegen werde – und meinen verlorenen Schreibfluss wiederfinde.

Wie steht’s mit der Motivation? Was hilft dir am meisten?

Wenn ich nicht ganz so motiviert bin, stelle ich mir immer die Szenen der Geschichte vor, die ich unbedingt noch schreiben möchte und wie ich dorthin komme. Mir hilft auch die Playlist, die ich für dieses Projekt erstellt habe: Jedes Mal, wenn ich die Lieder dort drin höre, werde ich sofort in die richtige Stimmung für die Geschichte versetzt. Einer meiner Lieblingssongs in der Liste ist momentan „Something Just Like This“ von Coldplay und den Chainsmokers – er passt von den Lyrics und der Melodie her perfekt zur Geschichte. 😉

Hat sich bisher eine Schreibroutine bei dir eingeschlichen? Wirst du auch nach dem Camp täglich an deinem Projekt arbeiten?

Die Routine an sich hatte ich bereits vor dem Camp, also hat sich da nicht viel verändert (ausser vielleicht, dass sie noch ein wenig gestärkt wurde). Ob ich auch im Mai noch am momentanen Projekt weiterschreiben werde, weiss ich noch nicht. Vermutlich werde ich erst die Überarbeitung einer andern Geschichte fertig stellen, die ich bereits anfangs dieses Jahres begonnen hatte.

Hast du Tipps für die Mitcamper für die letzten Tage?

Nicht aufgeben! Auch in den letzten Tagen ist noch alles möglich! 🙂

Camp NaNoWriMo: Woche 3

Und wieder ist eine Woche rum – Zeit, Tinkas Camp-Fragen zu beantworten. 🙂

Wie kommst du voran? Hat der Hänger in der Mitte dich schon erwischt?

Bis jetzt gab es nur zwei Tage, an denen ich nicht geschrieben habe. Von daher bin ich sehr zufrieden. Weil ich meine Schreibroutine schon seit einigen Monaten trainiere, sind bisher auch grössere Hänger ausgeblieben. 🙂

Wo schreibst du am liebsten? Hast du eine kreative Ecke oder kannst du überall schreiben?

Eigentlich kann ich überall schreiben, aber im Zug war ich bisher immer am produktivsten. Das Vorbeiziehen der Landschaft, die Ruhe und vor allem auch der fehlende Internetanschluss finde ich enorm entspannend. 😉

Gibt es ein Lieblingssatz oder eine Lieblingsszene in deiner Geschichte? Magst du ihn/sie uns zeigen?

Bisher mag ich ja diese Aussage meines Protas am liebsten, weil sie einfach so ehrlich ist:

Lars über Leonards Tod

Was hilft dir am meisten dranzubleiben, die Geschichte weiterzuschreiben?

Ich mag die Charaktere und ihre persönlichen Geschichten einfach total gerne. Da ich ohne Plot schreibe, ist jede neue Szene eine Überraschung – und weil ich unbedingt das Ende erfahren möchte, bleibe ich so automatisch am Ball.

Best of Bad Guys: Kilgrave

Schreiben ist ein Handwerk und als solches sollte es natürlich auch gepflegt und vertieft werden. Neben unterschiedlichsten Ratgebern, die einem den einen oder anderen nützlichen Tipp geben können, sind Bücher und Filme aus meiner Sicht der beste Weg, um seine Fähigkeiten als (Hobby-)Autor weiter zu entwickeln. Sie können einem viel über Spannung, Charakterentwicklung und Handlungsaufbau beibringen (oder einem gerade zeigen, wie man es eben nicht tun sollte) und dies auf eine Art und Weise, die lange im Gedächtnis bleibt.
Aus diesem Grund werde ich von nun an auf diesem Blog Vorstellungen von Figuren oder Handlungssträngen veröffentlichen, von denen man meiner Meinung nach als Autorin oder Autor einiges über das eigene Handwerk lernen kann. Der Beginn macht Kilgrave, der Antagonist der Netflix-Serie „Jessica Jones“. Wer die noch nicht gesehen hat, sei an dieser Stelle gewarnt: Spoilers ahead!

Weiterlesen „Best of Bad Guys: Kilgrave“

Camp NaNoWriMo: Woche 2

Das Camp NaNo läuft bald schon seit einer Woche. Zeit für einen kleinen Rückblick der letzten Tage mit Tinkas Fragen:

Wie lief die erste Woche? Was hast du geschafft?

Gut. Sehr gut sogar. 🙂

Ich habe mehr erreicht, als ich mir vorgestellt hatte, und die 10k Marke bereits am 4. Tag geknackt. Darauf bin ich – zugegebenermassen – schon ein wenig Stolz. 😉 Kurze Zeit hatte ich eine kleine Krise, weil ich das Gefühl hatte, mit der Geschichte nicht richtig warm werden zu können, aber inzwischen hat sich das wieder gelegt. Nun bin ich voll drin und kann es jeden Tag kaum erwarten, endlich weiterschreiben zu können.

Wie hast du dich besser motiviert? Gab es Tage, an denen du keine Lust zum Schreiben hattest? Hast du es dann trotzdem getan?

Da ich eine plotlose Schreiberin bin, ist meine grösste Motivation meist zu sehen, wie sich die Geschichte weiterentwickelt. Manchmal habe ich auch schon einige Szenen im Kopf und versuche diese dann während des Schreibens irgendwie in einen Zusammenhang zu bringen. Das ist nicht nur spannend, sondern macht vor allem auch eine Menge Spass. 🙂

Natürlich gibt es Tage, an denen ich nicht ganz so motiviert bin. Meistens hilft es mir dann, mich irgendwie anzuspornen (z.B. mit Schreibtouren und Wordcounts). Mein grösster Tipp gegen Schreibblockaden: Zugfahrten. Wenn ich kein Internet oder irgendetwas anderes habe, das mich ablenken kann, geht mir das Schreiben unglaublich leicht von der Hand. Da kann es dann sogar mal passieren, dass ich am falschen Bahnhof aussteige…

Wo befindest du dich gerade in deiner Geschichte und sind deine Charaktere noch „brav“?

Ich bin immer noch eher am Anfang. In der nächsten Szene wird die erste Leiche auftauchen – und ab da werden die Ereignisse um einiges dramatischer (und gefährlicher) für meine Hauptfiguren. Ich mag es zu beobachten, wie sie sich langsam miteinander anfreunden, auch wenn sie sich nicht immer in die Richtung entwickeln, die ich eigentlich vorgesehen hatte. Aber genau das macht für mich ja der Reiz am (plotlosen) Schreiben aus. 🙂

Was brauchst du zum Schreiben? Gibt es eine Playlist mit Musik zu deinem Projekt, ein besonderes Schreibprogramm, eine Pinwand auf Pinterest? Zeig sie uns!

Eigentlich brauche ich nur das gute alte LibreOffice. Und Zeit. 😉

Wieder zum kreativ werden: Welche ist die erste Situation, an die sich dein Antagonist erinnern kann? Wie hat dieses Ereignis ihn geprägt?

Seine Mutter hat die Familie schon früh verlassen, später dann auch noch der Vater. Das war für ihn der Beginn eines Lebens, in dem er nichts als Verluste erlebt hat und in dem er das Vertrauen in die Menschen völlig verloren hat. Es hat ihn in einen verbitterten und frustrierten Menschen verwandelt. Gekoppelt mit den Fähigkeiten, die er im Verlauf der Geschichte entwickeln wird, macht ihn das zu einem unberechenbaren und vor allem gefährlichen Gegner.

Camp NaNoWriMo: Woche 1

Es ist wieder soweit: Das Camp NaNoWriMo hat begonnen! 🙂

Ich habe mich schon seit dem letzten NaNo wahnsinnig darauf gefreut und kann es kaum erwarten, endlich mit dem Schreiben anfangen zu können! Dieses Mal habe ich mir ein Ziel von 40’000 Wörtern gesetzt. Da ich mit einem völlig neuen Projekt am Start bin und darum einfach wild drauf losschreiben werde, bin ich recht zuversichtlich, dass ich das Ziel erreichen werde. Aber mal sehen. 😉

Die liebe Tinka (http://www.tinkabeere.com/) hat auch dieses Mal wieder wöchentliche Fragen zum Camp NaNoWriMo vorbereitet, die ich an dieser Stelle beantworten werde.

1. Nimmst du das erste Mal an einem Schreibmonat teil? Was hat dich bewogen, mitzumachen?

Insgesamt habe ich schon fünf Mal am offiziellen NaNoWriMo im November teilgenommen und einmal am Camp im Juli. Das ist nun also mein zweites Camp.

Wenn ich ehrlich bin, weiss ich gar nicht mehr genau, wie ich damals (mit knapp 15) auf den NaNoWriMo gestossen bin – und warum ich mir gedacht habe, dass es eine gute Idee sei, bei diesem Wahnsinn mitzumachen. Aber Spass hatte ich bisher immer. 😉

Ausserdem bin ich der Meinung, dass die Camps und der NaNoWriMo tolle Gelegenheiten sind, die eigene Schreibroutine zu verbessern oder zu festigen.

2. Erzähl ein bisschen was zu deinem Projekt.

Ich zitiere mal einfach den Klappentext:

Nachdem er ohne Abschluss von der Schule geflogen ist und ihn seine eigene Mutter aus der gemeinsamen Wohnung geschmissen hat, weiss der 18-jährige Lars nichts mehr mit sich und seinem Leben anzufangen. Er verbringt seine Tage als frustierter Burgerbrater bei McDonald’s und will das Kleinstadtleben eigentlich schon längst hinter sich lassen, als die verheerende Explosion eines Chemiekraftwerks seinen bisherigen Alltag völlig auf den Kopf stellt. Was anfangs als einfache Brandkatastrophe dargestellt wird, stellt sich bald als veheerende Wendung des Schicksals heraus, die allen Bewohnern der Stadt über Nacht Superkräfte verliehen hat. Allen – ausser Lars…

3. Hast du deine Geschichte geplant oder schreibst du sie aus dem Bauch heraus?

Einen detaillierten Plot habe ich nicht. Aber es gibt einige Szenen und Charaktere, die bereits feststehen. Der Rest wird sich hoffentlich irgendwie ergeben. 😉

4. Was ist dein Ziel in den nächsten 30 Tagen?

Wie bereits gesagt: Ich möchte mindestens 40’000 Wörter erreichen. Und natürlich eine Menge Spass haben. 🙂